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Fragen und Antworten zum Bike
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_Micha_
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Beitrag von _Micha_ » 22.09.2008, 22:42

Puh. Auf jeden Fall ein verständliches Problem.

Viele Retro-Bikes hast du ja, weshalb ich durchaus verstehen kann, dass das x-te in der Sammlung keinen Unterschied mehr macht und die Frage des "Wozu" im Raum steht. Ich denke, gerade ein homogenes Bike wäre in der Sammlung mal was. Gerade, wenn du XT-Komponenten jagst, wirds einheitlich und funktioniert gewiss.


Persönlich habe ich ein ähnliches Problem:
Selbst fand ich neuen Technik-Kram immer geil. Scheibenbremsen sind meiner Meinung nach ein Muss, aber gerade die aktuelle Federungstechnologie bringt mich zum Kotzen. Hightech-Forken, die bei hohen km-Leistungen andauernd beim Service liegen kann ich nicht als Evolution betrachten. Sollen die den Scheiss doch bitte als Einzelstück auf dem Weg der Entwicklung zurückhalten, bis mal was brauchbares kommt.

Selbst entsteht bei mir auch der Wunsch nach nem neuen Bike:
- ästhetisch ansprechend
- keine Federung => kein Knarzen bei hohen km-Zahlen; ich habe keine Lust, alle paar Wochen irgendwo dran rumzuschrauben
- Singlespeed
- Scheibenbremsen sind trotzdem ein muss. Das Konzept des Felgenquetschens ist meiner Meinung nach zurecht Geschichte


Es macht zwar Spaß, seinen Arsch durch die Kante zu schaukeln, aber weniger lustig ist es mit einem minimalistisch ausgestatteten Bike auch nicht. Zumal man sich den Technik-Ärger spart. Reduce to the max. Und shice auf den Markenwahn.
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Beitrag von ratugeor » 22.09.2008, 23:09

Ihr braucht beide ein Bike das einfach dauerhaft ohne Probleme funzt.
Meine Favorit wär da ein Liteville 301 mit Rohloff, stabile durchdachte Parts, vorne ne sorglose Luftfedergabel mit ~140mm (kenn mich da noch net so aus, aber Fox wär evtl. was), Chris King nabe Vorne, Syntace Parts und ein Spezialized Ergo Sattel. Ausserdem (schlagt mich) ne blöde xtr kurbel dran und ruhe ist.
"Ist mir völlig egal wer Dein Vater ist, aber während ich angle, läufst Du hier nicht übers Wasser!"
(Zitat aus dem 1. Jahrhundert, Autor unbekannt :D)

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Beitrag von Phil-Joe » 23.09.2008, 12:03

Manchmal geht es mir ähnlich, wie euch. Gerade weil heutzutage die "Innovationen" schneller rauskommen, als man das Geld verdienen kann um sie zu kaufen oder zumindest teilweise an ihnen teilhaben zu können. Da wird doch eigentlich der Ruf in einem laut nach einem Bike, was schnörkellos aussieht und jahrelang einfach problemlos funktioniert. Mehr oder weniger weit ab von modernster Technik und neusten Materialien.

Aber auf der anderen Seite fangen doch gerade dann die Augen an zu leuchten, wenn die Hersteller wieder mit neuen Trends auf den Markt kommen und das Carbon schüchtern vor sich hin schimmert. Und wenn das Portemonnaie nicht immer bei den Preisen aufschreien würde, würde vermutlich auch ich öfter den Reizen neuer Teile verfallen.

@ Blashy: Leider kenn ich die Teile nicht, die du angesprochen hast aber ich hab ja nun auch schon gesehen, dass deine bisherigen Bike hübsch bunt und retro sind aber wenn du schon mehrere davon hast, dann versuch dich doch einfach mal an einem echt cleanen Bike, was dir auch nach Jahren nie zu viel wird, sondern einfach gut aussieht. Wie ein silberner Mercedes bzw. Audi. evtl. ein wenig langweilig aber sattsehen wirst du dich vermutlich nicht dran. Es sei denn, du stehst wirklich brutal auf dieses bunte Bling Bling. :mrgreen:

@ Ratu: ich bin zwar ziemlicher Fan der klassischen Kettenschaltung, weil mir die Optik wahnsinnig gut gefällt aber ´ne Rohloff wäre echt mal was neues. Obwohl ich so ein Teil eher in ´nem Hardtail verbauen würde. Und das 301 findsch sowieso goil.
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matti_in
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Beitrag von matti_in » 23.09.2008, 12:11

Jaja, diese Halbjahresinovationen sind schon furchtbar.
Da kommt ja keiner mehr mit.

Früher war alles klar.
Beispiel Gabeln.
Da gabs die Z1, Z2, Judy, Indy, Psylo, Boxxer usw. Die gabs über Jahre hinweg mit leichten Modelljahresverbesserungen. Und heute?
Ich kenn mich ja schon gar nicht mehr aus, was es da alles für Gabelnnamen gibt und für was die erst gut sein sollen ...
Gleiches bei den Rahmen.

Oder war früher einfach alles nur besser weil ich jetzt schon alt werde?
Hmmm!
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Beitrag von Phil-Joe » 23.09.2008, 15:42

Also das Wischi Waschi mit den ganzen Bezeichnungen checkt ja echt mal gar keiner mehr. 3 bis 5 Versionen von ein und der selben Gabel. Lyrik Solo Air, Coil, U-Turn, 2 - Step. Wer braucht denn bitte diesen ganzen Scheiß!?

Zum Glück muss ich mir um sowas keine Sorgen mehr machen. Am ehesten geht es mir um hübsche Tuning- und Stylingteile, wie schicke Carbonlenker und Sattelstützen, Steuersätze, Schaltwerke, Bremsen ... alles so ein Zeuch eben. Ich find´ das schon geil immer wieder in den Katalogen zu stöbern und dann wieder die ein oder andere Perle zu finden, die das Bike einfach besser und schöner macht.
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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 23.09.2008, 17:11

BLASHYRK hat geschrieben:@ micha:
Sollte ich es mal zu einem Forentreffen schaffen, darfst du mal an meiner Single Digit Ultimate zupfen. Im Trockenen wirst du die Disc nicht vermissen; Probleme wie Fading und Entlüften kennt sie nicht. Sie ist leichter. Sie ist schnörkellos. Und das Thema Felgenverschleiß ist ein künstlich aufgeblasenes. Ich habe bis jetzt genau EIN Paar Felgen wirklich durchgebremst
[...]
Bremsleistung der Avids im Nassen ist übrigens auch nicht zu verachten; braucht aber ne Weile, bis sie einsetzt.
INTERESSE!!
Die Cantis an meinem alten Stevens bremsen auch; durchgebremst hab ich trotz über 14 Jahren Dauereinsatz noch keine Felge. Gut, die hintere is neu...das aber auch nur, weil mir eh ne Speiche gerissen war und die sich die alte Felge schon mit dem Fingernagel bearbeiten ließ.
Ähm....worauf wollte ich hinaus? Stimmt, Bremse am Stevens. Es sind noch uralte XT-Cantis, Züge sind ??? Jahre alt und deshalb bremst das ganze Geschoß suboptimal. Sollte ich auf Single Digits umrüsten, wären auch die Schalter fällig, denn die aktuellen sind diese Schalt-Brems-Krämpfe.

@ Topic: mich käst vor allem an, dass WENN es Parts und Rahmen sind, die einen Hauch von Innovation versprechen, sich entweder alle sofort drauf stürzen oder es mit Verachtung strafen. Oder wenns doch mal Sachen gibt, die NICHT dem Innovationszwang zu unterliegen scheinen und nur vorsichtig weitergedacht und -entwickelt werden sind, fallen sie gleich durch. Weil "Nich innovativ, nix neues".
Der Markt ist doof. Anstatt den Herstellern zumindest den Ansatz einer Chance zur Nachbesserung zu geben, fallen sie gleich durch und gehen unter (siehe Manitou).
Dass schicke Exklusivteile zusammengenommen kein gutes/hübsches Bike ergeben, is leider so. Wenn ich jetzt das Remedy übernehme, werde ich wohl drauf achten, zumindest optisch auf einer Linie zu bleiben: schwarz/weiß. Keine Farbe. Was auch bedeutet, dass ich meine "alten" Proceed-Laufräder einbauen werde, weil sie nunmal schwarz sind. Die grauen Trek-Teile sind zwar leichter, aber eben grau. Außerdem haben die alten keine Macken.
Dann der Kram mit der Lyrik. Ich bin die Gabel jetzt hier noch nicht gefahren, bin mir aber schon sicher, dass ich sie meinem Bruder zurückgebe. Die Performance meiner drei Jahre alten Z1 ist einfach besser.
Und, wie Blashyrk es passend auf den Punkt bringt:
BLASHYRK hat geschrieben:Das Flair, das Besondere ist einfach nicht da bei Teilen

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Beitrag von helges » 23.09.2008, 18:38

_Micha_ hat geschrieben: Selbst entsteht bei mir auch der Wunsch nach nem neuen Bike:
- ästhetisch ansprechend
- keine Federung => kein Knarzen bei hohen km-Zahlen; ich habe keine Lust, alle paar Wochen irgendwo dran rumzuschrauben
- Singlespeed
Ich fahr ja noch nicht lange bewusst Rad, ging ja erst vor einigen Monaten los. Nachdem mein Hyperfokus staendig am Wandern war zwischen viel Federweg (hier im Forum) und Singlespeedkram http://www.fixedgeargallery.com wird es immer minimalistischer (scheint ja auch bei Euch der Trend). Da ich jeden Tag 40km mit dem Rennrad fahre (Arbeit und zurueck halt), fehlt auch die Zeit im Wald rumzuackern, das geht nur noch am Wochenende.

Aber selbst beim Rennrad hab ich mich gestern dabei ertappt stur einen Gang zu fahren und die deftige Steigung am Ende im Wiegetritt hochzubolzen. Es ist demnach nur noch eine Frage der Zeit, dass auch hier die Kassette und der ganze Schaltkram wegfaellt.

Die youtube-Filme der wahnsinnigen Radkuriere beim "monstertrack" hauen da in die gleiche Kerbe rein (ueberhaupt die ganzen Helmkameraaufnahmen von Lucas Brunelle). Ich will die Jungs nicht glorifizieren, aber die Filme begeistern mich sehr. Die Aesthetik der Raeder spricht mich auch heftig an.

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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 23.09.2008, 18:55

Für In-der-Stadt is Singlespeed auf jeden Fall ne gute Wahl. Aber da ich mit meinem Stevens noch mehr mache (meine langen Straßentouren z.B.), darf es in meinem Fall gerne schalten.

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Beitrag von helges » 23.09.2008, 20:51

Gurkenzäpfchen hat geschrieben:Für In-der-Stadt is Singlespeed auf jeden Fall ne gute Wahl. Aber da ich mit meinem Stevens noch mehr mache (meine langen Straßentouren z.B.), darf es in meinem Fall gerne schalten.
Naja, der Trend geht ja zum Zweit-, Dritt-, Viert- oder auch Fuenftrad - zumindest hier im Forum.

Ich hab ja auch ein Singlespeed, das Rennrad und das %$§!-Cube Mountainbike.

Hmm....merke gerade mit Minimalismus hat das eigentlich nichts mehr zu tun.

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Beitrag von _Micha_ » 23.09.2008, 23:16

Mein nächstes Bike könnte statt in Richtung FR/DH doch tatsächlich in etwas ... Pugsley-artiges driften. Für die Nichtkenner:


Bild

3.7incher auf den Felgen sind auch garantiert nicht zuwenig. Allerdings würden mir ungefederte Standard-2.4 bis 2.6inch auch reichen. Die Rahmenauswahl ist dann auch schon größer.
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Beitrag von helges » 23.09.2008, 23:30

_Micha_ hat geschrieben:Mein nächstes Bike könnte statt in Richtung FR/DH doch tatsächlich in etwas ... Pugsley-artiges driften.
Wow, ist das ein Amphibienfahrzeug? *duck*

Unsinn. Was macht man denn mit so einem Rad? Wie sieht's mit der Rollreibung und dem Gewicht aus? :wink:
Zuletzt geändert von helges am 23.09.2008, 23:35, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von _Micha_ » 23.09.2008, 23:34

Ich hätte wetten können, dass dir der Brocken gefällt! :twisted:
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Beitrag von helges » 23.09.2008, 23:36

_Micha_ hat geschrieben:Ich hätte wetten können, dass dir der Brocken gefällt! :twisted:
Ja, superfein und elegant, minimalistisch und sehr sehr schoen.

Edith sagt:"Achduscheisse, nehm alles zurueck, das Rad gibts wirklich:

„Das Pugsley widersetzt sich den üblichen Bewertungen. Eine extreme Lösung für extreme Touren mit den Zielgebieten Wüste, Tundra oder Taiga. Konsequent zu Ende gedacht!“

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Beitrag von Phil-Joe » 24.09.2008, 13:07

Gurkenzäpfchen hat geschrieben: @ Topic: mich käst vor allem an, dass WENN es Parts und Rahmen sind, die einen Hauch von Innovation versprechen, sich entweder alle sofort drauf stürzen oder es mit Verachtung strafen. Oder wenns doch mal Sachen gibt, die NICHT dem Innovationszwang zu unterliegen scheinen und nur vorsichtig weitergedacht und -entwickelt werden sind, fallen sie gleich durch. Weil "Nich innovativ, nix neues".
Der Markt ist doof. Anstatt den Herstellern zumindest den Ansatz einer Chance zur Nachbesserung zu geben, fallen sie gleich durch und gehen unter (siehe Manitou).
Sehe ich genauso.
Interessanterweise liest man in der Presse immer wieder von Pseudo-Innovationen, die die Bike-Branche vorantreiben sollen, dann aber häufig schon nach der ersten Saison alle viere von sich strecken weil sie einfach fehlkalkuliert worden.

Dann nun aber wieder andere Töne in einem Tuning-Spezial einer der bekanntesten Bike-Zeitschriften vor einiger Zeit: "Ein Qualitätszeugnis: Die Rohloffnabe ist besteht bereits seit Jahren unverändert am Markt."

Und dann solche "Erscheinungen" wie das neue Scott Genius. 150 mm FW bei einem Gewicht von 11 kg. Aber den Federweg ausnutzen darf nur ein Fahrer mit ca. 60kg Gewicht, weil jedes Gramm mehr einen Kollaps des Materials bedeutet. Interessanterweise wurde selbst das Carbon-Ransom über die letzten Jahren in der fast Top-Version Jahr für Jahr schwerer. ;-) Dafür aber wurden die Komponenten irgendwie immer kewler.

Auf der anderen Seite ist es nun in den Zeiten ständiger Preissteigerungen auch so, dass ich mir einfache, einigermaßen hübsche Komponenten wünsche, die jahrelange problemlos funktionieren und ich mir auch nach 2, 3 oder 5 Jahren immer noch gerne ansehe. Dazu gehört bei mir eine stinknormale Kettenschaltung von Shimanos XT oder SRAMs X.9 bzw. X.0 ebenso wie das VRO - System von Syntace. Ich kann mir nicht helfen, ich mag die Optik einfach. Und Syntace - Fan bin ich sowieso.
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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 24.09.2008, 14:39

helges hat geschrieben:Was macht man denn mit so einem Rad? Wie sieht's mit der Rollreibung und dem Gewicht aus? :wink:
Wars m2000? Einer von den alten Hasen drüben @ bikemag hatte doch n Pugsley und war hin und weg von dem Teil. Seiner Aussage nach wars zum einen "das einzige Rad, was ohne Ständer stehen kann" und der Rollwiderstand war nicht sonderlich beachtenswert.
Als Singlespeeder wär die Karre aber zu fett, glaub ich.

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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 24.09.2008, 15:38

Schtümmt, mahatma wars.
Jap, die Gabel is echt n Krampf. Gibts nen Grund für die Asymmetrie

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Beitrag von Mr.C » 26.09.2008, 12:33

Meine Güte, IHR könnt Probleme haben... :roll:
An so etwas merkt man, wenn eine Gesellschaft völlig übersättigt ist, keine ECHTEN Probleme mehr kennt.
Reines Wohlstandsgedöns.
Sorry, aber das war so zeimlich das erste, was mir bei diesem Fred einfiel.

C., meint's nich bös...
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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 26.09.2008, 13:45

Du nennst das Kind beim Namen.....und hast leider recht. Andere Probleme hats nich; Geld fließt langsam, aber stetig in meine Kasse, ich komme über die Runden und lebe einen - verglichen mit 70% der Weltbevölkerung - gehobenen Standard.
Tja.

Wirkliche Probleme wie anderswo auf der Welt hab ich nicht. Bin gesund, satt (sogar übersatt, weil zu fett), hab ne Wohnung und kann mir nebenher n sündhaft teures Hobby leisten

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Beitrag von Mr.C » 26.09.2008, 14:21

Solange wir uns wenigstens noch die Fähigkeit zur Selbstkritik bewahren...
Ich bin ja weissderhimmel nicht frei davon und ertappe mich immer wieder selbst dabei, mich über irgendwelche Problem aufzuregen, die beim besten Willen keine sind, wie z.B., wenn sich das neuste Schachprogramm, frisch bestellt und geliefert, einfach nur als buggy erweist.
Irgendwann raff ich's dann, fass mir selbst an den Kopp und denk mir meinen eigenen Teil. Über mich selbst, mein Leben, mein Umfeld.
Es ist ohne Zweifel wundervoll, dass wir, im Gegensatz zu den allermeisten Menschen auf dieser Welt, seit mehr als 6 Jahrzehnten ihne Krieg leben durften, aber irgendwo auf dieser Zeitschiene haben wir dabei verlernt, was nacktes Überleben bedeutet.
Schade eigentlich...
Wie dem auch sei, ich bin ab morgen ein letztes Mal in diesem Jahr weg. Noch einmal 9 Tage ab in die Wildniss.omisch, wie sehr die Konfrontation mit nackten Natur das Denken verändert. Alle Werte verschieben sich, was Dich gestern noch schreien ließ, ringt Dir heute nur noch ein müdes Lächeln ab.
Und es stimmt wirklich: Diese Welt IST schön, wenn man nur die Augen aufmacht.
In diesem Sinne:

C., tschö mit "Ö"...
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Beitrag von Mr.C » 26.09.2008, 17:38

Hafer sticht nicht, er schmeckt. Und ja, auch mir.
Und ja, wir leben in der Tat seit etlichen Jahrzehnten ohne Krieg. Oder an welchem hast Du oder Deine Eltern oder Dein Onkel oder Deine Freunde teilgenommen???
Und ja, du sollst ja gern Deine Pläsierchen haben, ich gönne sie Dir.
Und ja, Du sollst Dir auch nicht unbedingt Gedanken darüber machen, wer wo auf der Welt weniger zu beissen hat als Du und warum. Wir sind sowieso zu viele.

Aber dennoch bin ich der Meinung, wir haben allesamt dringendere Probleme als eben solche. Und dafür müssen wir beileibe nicht einmal über unsere eigenen Landesgrenzen hinausschauen!
Es geht mir dabei keineswegs um Dich allein, wir sind alle so.
Ich war nur ehrlich erstaunt, als ich gemerkt hab, wie regen Zuspruch Dein Style-Beratungs-Club gefunden hat und DAS war es, was mich zu meiner Äusserung bewogen hat.
Schüttel Du ruhig Deinen wohlgenährten, gepflegten, immer überdachten und läusefreien Kopf.
Ich habe einen ganzen Sommer lang mit den Zöglingen einer ganzen Wohlstandsgeneration verbracht, und zwar dort, wo Wohlstand lediglich bedeutet, nicht nass, aber sehr wohl satt zu werden und wo es gelinde gesagt scheissegal ist, welche Hosen-, Schuh-, Bike- oder auch Automarke wer hat oder bevorzugt oder gern hätte.
Und wenn Du dann das Gejammer all dieser möchtegernharten, verzogenen Weicheier hörst, die sich mitten im Wald oder Gebirge oder auf dem Wasser nur darüber beschweren, dass man in der PS3-Welt viel einfacher Feuer machen kann, DANN schüttelst Du erst recht den Kopf.
Und offen gestanden, das hat meinen wieder ein wenig gerade gerückt, wie ich finde.
Und sorry, aber es ist einfach so, dass ich nur noch schmunzeln kann, wenn ich sehe, wie viel Energie darauf verwandt wird, ein solch in der Tat nichtiges Problem zu diskutieren. Da kannst Du mir mit Hafer drohen, so viel Du gern möchtest, ich schmunzel dennoch. Und packe gerade wieder meinen Rucksack, denn wie gesagt, morgen früh geht's noch einmal los.
Sei nicht sauer, ich will Dich ja gar nicht angreifen oder diffamieren, darum geht es mir überhaupt nicht. Ich kann nur einfach meine Klappe nicht halten, so wie Du auch nicht. :wink:

So, nu geh ich packen.

C., bin dann mal weg...
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Beitrag von robertsmith » 30.09.2008, 10:36

Auch wenn Zeh jetzt nicht antworten kann, von mir nochmal was dazu:
Natürlich haben wir (auch hier in Doitschland) genug andere und vielleicht wichtigere Probleme, über die endlos diskutiert, beratschlagt und geheult werden könnte.
Was hier in diesem Forum auch oft genug geschieht...
Allerdings heißt es immer noch: bike-sport.com und nicht wir-retten die welt.com
Dass Blashy hier schnell rege Antworten bekommen hat, lässt sich in meinen Augen so erklären: "Da hab ich Ahnung von, das interessiert mich, da schreib ich was zu"

Soll jetzt zu jedem Bike-fred noch ein nicht-Bike-fred als Ausgleich für uns übersättigte Wohlstandsschweine aufgemacht werden?
Themen gibts genug...
micha: wieviel Speicherplatz ist noch frei? ;)
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(o . o)
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Bunny grow fat. Too much chips and beer.
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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 04.10.2008, 17:25

Ich glaube, Blashyrk könnte auch n Hundehaufen so fotografieren, dass man sich drauf freut, reinzutreten :mrgreen:

Deine Fotos sind einfach klasse.

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Beitrag von Phil-Joe » 08.10.2008, 07:50

Hübsche Pflanze im Hintergrund. :wink:
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Beitrag von helges » 08.10.2008, 08:09

Wuerde mich ja schon mal interessieren, was Du fuer die netten Kurbeln gezahlt hast.

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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 08.10.2008, 08:22

Blashyrk zahlt nichts - der findet sowas in seinem Keller (glaube ich mittlerweile).

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